Montag, 12. Dezember 2011

Runde 1 ist am Ende: Und ich nenne mich...

„Ist der eigene Glaube vielleicht sogar der falsche Glaube?“


Mein Name ist… und ich bin…
9. Tag – Jetzt habt ihr schon zwei der drei Hauptprotagonisten kennengelernt. Also fehlt jetzt nur noch eine Person. Und die werde ich euch heute vorstellen und damit werden wir die Runde 1 des Vorstellens der Charaktere beenden. Hiermit werde ich diese also abschließen. Und welcher Charakter fehlt jetzt noch? Genau, dieser hier: Christopher Rowley. Dieser 16-Jährige Junge lebt auch in der Nähe von Denver und geht dort auf eine religiöse High-School, denn er, wie auch seine Familie, glauben fest an Gott. Aber nun lasst euch selber von ihm das erzählen:

An Gott zu glauben ist die eine Sache. Die andere hingegen ist, ob man auch an Dinge glaubt, die man nicht wahrnehmen kann, an übernatürliche Dinge, nur weil man an Gott glaubt? Ich hätte diese Frage stets mit „Nein!“ oder „Das ist doch Schwachsinn!“ beantwortet, aber welche Wahl hat man denn, wenn einfach dort hineingezogen wird? Wenn man weiß, dass der eigene Glauben vielleicht sogar falsch ist? Bis zu diesem Zeitpunkt jedoch, hätte ich immer geschworen, dass ich an Gott glaube, und das es nicht anderes außer ihm gibt, das wir nicht wahrnehmen. Aber da beginnt meine Geschichte noch nicht. Und das wollt ihr jetzt ja gar nicht wissen. Ihr wollt wissen wer ich bin, stimmts? Also mein Name ist, und jetzt gut aufpassen, Christopher Rowley. Ich bin 16 Jahre alt und habe am 8. Dezember 1993 Geburtstag. Nicht der schönste Monat um Geburtstag zu haben, aber es geht schon. Man kann trotzdem ganz gut feiern. Wo ich wohne interessiert euch sicherlich auch, oder? Ich lebe in Denver, obwohl ich lebe eher abseits von Denver, aber trotzdem ziemlich nah an Denver. Unter der Woche lebe ich aber im Internat, auch in Colorado, nicht so weit weg von daheim – deswegen darf ich auch an den Wochenenden heim. Die Schule ist ziemlich religiös, ich glaube auch stark an Gott. Für mich ist das sehr wichtig. Meine Eltern waren schon immer ziemlich gläubig, und naja, ich und meine Schwester waren dadurch auch ziemlich früh in der Kirche und haben das direkt mit erfahren. Meine Schwester glaubt aber nicht ganz so sehr an Gott, wie wir anderen. Sie geht zwar in die Kirche, aber in ihrem normalen Alltag spielt Gott keine Rolle. Ja, eine Schwester habe ich auch. Ihr Name ist Melissa, oder wird einfach Liz genannt. Ich werde oft von meinen - wenigen, aber doch tollen – Freunden Chris genannt. Meine Klassenkameraden sagen aber oftmals auch einfach Rowley. Keine Ahnung wieso, aber ihr kennt das sicherlich auch oder? Meine Schwester ist 17 Jahre alt, und sie musste, zum Glück, nicht auf ein Internat. Aber sie macht mir das Leben schwer, wenn ich daheim bin, und wir haben kein gerade gutes Verhältnis. Wenn sie wieder etwas anstellt, dann schiebt sie es mir in die Schuhe, oder was sie auch gerne macht ist, dass sie meine Eltern anlügt und erfindet ganz einfach etwas und sie glauben ihr prompt. Sie war natürlich immer der Engel meiner Mutter, das Wunschkind. Mein Vater ist zum Glück nicht ihr Vater, aber meine Mutter war schwanger mit Liz, als sie meinen Vater kennenlernte und ein Jahr später heirateten sie. Dann kam ich auf die Welt. Und naja, meine Mum hält eben zu meiner Schwester, mehr, als zu mir. Sie begründe es damit, dass sie es nicht leicht hatte ohne Vater und ich mehr Verständnis zeigen solle. Ich bin brav, strenge mich an und versuche gut zu sein, aber irgendwie schafft es meine Schwester, dass ich den Ärger kriege. Und ich verstehe es ja auch, aber ich kann es absolut nicht verzeihen, wenn die jemand die Augen verschließt, nur weil es jemand angeblich nicht leicht hatte. Mein Vater ist nicht so, aber er steht unter meiner Mutter. Er hat mir immer geholfen, mir beigestanden und er würde es auch wieder tun, zumindest in der Hinsicht, wo meine Mutter ihm nicht in die Quere kommt und die Regeln anders festlegt. Meine Mutter auch, aber sie würde eben eher zu meiner Schwester gehen. Das war auch der Grund, wieso ich ins Internat musste. Meine Schwester hat es geschafft, sie so zu beeinflussen, dass sie sozusagen meine Mutter für mich alleine hat, während ich mit 300 anderen Schülern auf engstem Raum lebe und immer in der Schule bin. Das ist kein Spaß, glaubt es mir, aber es kann auch manchmal ganz schön sein. Ich bin aber dennoch froh, wenn ich heim komme und dem Stress entfliehen kann, auch wenn es dann Stress mit meiner Schwester gibt. Ich denke, sie konnte es mir nie verzeihen, dass ich einen Vater habe und sie nicht, einen der sich um mich gekümmert hat. Und jetzt will sie eben unsere Mutter für sich alleine. Nun gut, genug von meinen Familienproblemen, mehr zu mir. Ich bin leider immer noch Single. Aber wen wundert das, auf einem strengreligiösen Jungeninternat? Wir können ja nicht mal abends das Gelände verlassen. Und Wochenends komm ich daheim nicht weg. Aber mein Glaube an Gott hilft mir auch mit den schweren Dingen fertig zu werden – zum Beispiel der Schule. Wenn ich mal Probleme habe, dann bin ich eigentlich immer ziemlich ruhig und lasse vieles über mich ergehen, auch wenn ich das gar nicht möchte. Aber ich traue mich einfach nicht mich zu wehren, ich habe Angst vor den Konsequenzen. Ich denke auch immer zuviel über etwas nach, was passieren könnte und steiger mich dann hinein, werde panisch oder sitze still in der Ecke und hoffe dass es vorbei geht. Ja, ruhig bin ich auch oft. Ziemlich sogar, dass wundert manche angeblich schon. Wenn mir langweilig ist im Unterricht, dann würde ich niemals reden oder etwas anderes machen, ich sitze ruhig da und höre mir alles an. So bin ich erzogen worden, so habe ich das gelernt. Ich habe es gelernt ruhig zu bleiben, die Menschen zu achten und zu respektieren. Deswegen bleibe ich immer ruhig und lasse alles über mich ergehen. Aber nun gut, genug zu mir. Ich muss jetzt los. Die Ferien fangen an und ich muss langsam zum Zug und heim. Jetzt geht der Stress wieder los, Schule ist zwar vorbei, aber warten wir mal ab, was meine Schwester diesmal für mich parat hat. Hoffen wir, dass ich das überlebe!

So jetzt habe ich den letzten Charakter der ersten Runde vorgestellt. Damit werde ich hier das Charakter vorstellen vorerst unterbrechen, und werde später auf jeden Fall noch einmal andere Charaktere vorstellen. Einige habt ihr vielleicht schon etwas kennengelernt, diese werdet ihr richtig kennenlernen. Andere werdet ihr erst noch ganz neu kennenlernen. Also lasst euch weiter überraschen. Aber nur weil Runde 1 jetzt erst mal zu Ende ist, heißt das nicht, dass das Bloggen nicht weitergeht. Also kein Grund aufzuhören, diesen Blog zu lesen. Also bitte Kommentare hinterlassen, wie ihr diese erste Runde jetzt fandet und dann freut euch auf meine nächsten Posts und lasst euch überraschen, was als nächstes kommt!
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Zeit verbleibend: 356

1 Kommentar:

  1. Ich finds schon krass wie religiös seine Familie ist. Und dass der arme aufm religiösen Internat ist.. Ich hoffe der findet noch ne Freundin :) Hatte er ueberhaupt mal eine?

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